Das Vibrationstraining – unendliche Weiten

Vibrationstraining erobert den Weltraum: Das Experiment Mars500 setzt auf die Vibrationsplatte.

Nach dem Mond kommt der Mars. Seit Jahren träumen wir von einem bemannten Flug zum «roten Planeten». Und der dauert lange – schließlich liegt der Mars nicht gerade um die Ecke. Während der Reise sind die Astronauten großer körperlicher Belastung ausgesetzt. Die fehlende Erdanziehung lässt ihre Muskeln schwinden.

Mit Muskeln zum Mars

Was trainiert Muskeln schnell und effizient? Vibrationstraining! Das dachten sich die europäische Weltraumorganisation ESA und die russische Weltraumagentur Roskosmos. Also statteten sie das Experiment Mars500 mit einer Vibrationsplatte aus.

Täuschend echt

Noch bleibt das Gerät aus dem Hause Galileo auf der Platte, sprich Erde. Bei Mars500 handelt es sich nämlich um eine Simulation: Für 520 Tage, also beinahe anderthalb Jahre, verschwindet die Crew in der Isolation. Ungefähr so lange dauert ein Flug zum roten Planeten. Während dieser Zeit erledigen die Mitglieder alles, was auf einer «echten» Mission anfällt. Unter anderem schwitzen sie auf der Vibrationsplatte.

Der Techniker hat Hausverbot

Für die Vibrationsplatte stellt der Versuch eine große Herausforderung dar. Schließlich muss auch der Wartungsservice draußen bleiben. Am 5. November öffnen sich die Türen in der Moskauer Versuchsanlage. Dann wird sich zeigen, wie gut die Vibrationsplatte den Anforderungen standhält. Wir drücken die Daumen, dass sie bei der echten Marsmission mit an Bord darf!